Sonderpräsentation 2021 – Hofburg Innsbruck

„MAXIMILIAN1 – DER KAISER UND SEINE TURNIERE“

Turnier 1497 in Innsbruck: Kaiser Maximilian I. gegen Kurfürst Herzog Friedrich v. Sachsen am Rennweg . Turnierbuch Kaiser Friedrich III. und Maximilian I., Augsburg zw. 1489-1511, BSB München, Cod. Icon 398

Ausgehend von der Infrastruktur der Jubiläumsausstellung 2019, veranstaltet die Burghauptmannschaft Österreich jährlich eine Sonderausstellung, die heuer den „Turnieren des Kaisers“ gewidmet ist. Waren es 2020 die Mummereien, also die Kostümfeste, wird jetzt ein weiteres Thema der kaiserlichen Vergnügungen, nämlich der Turnierkampf, gezeigt.

Maximilian liebte das Turnier als sportliche Herausforderung, als glanzvolles höfisches Fest, in dem er sein Prestige verbessern und den Ruhm seiner Familie stärken konnte. Dabei scheute er weder Mühen noch Kosten – er versuchte den Turnieren jenen Glanz zu geben, der ihn schon in Burgund so fasziniert hatte.

Der Rennplatz als Austragungsort von Turnieren, welcher sich unmittelbar vor der Innsbrucker Hofburg befunden hat, wird wiederum zum Originalschauplatz und digital in die Ausstellung geholt. Turnierbücher als Touchscreen beflügeln genauso wie Helmzierden die Vorstellungskraft der Besucher, wobei Wert daraufgelegt wurde, in Innsbruck ausgetragene Wettkämpfe zu zeigen.

Das in der Ausstellung „Maximilian1“ angewandte digitale Vermittlungskonzept ist in der Österreichischen Museumslandschaft bisher nahezu unerreicht und stellt für den Kulturstandort Innsbruck und das Land Tirol eine Besonderheit dar. Die Projektleitung und das Kernteam freuen sich, dass es trotz Pandemie gelungen ist, wieder spannende Neuerungen zu schaffen, die einen Besuch der Ausstellung lohnend machen.

INDIVIDUALFÜHRUNGEN

GRUPPENFÜHRUNGEN AUF BESTELLUNG

FÜR GRUPPEN – in Übereinstimmung mit den Covid19 – Bestimmungen

Gerne führen wir auch Gruppen durch die Ausstellung! Achtung: die Personenzahl musste auf 25 pax begrenzt werden. Um Ihnen den bestmöglichsten Komfort zu gewährleisten und auch um andere Besucher nicht zu stören, verwenden wir QUIET VOXES. Sie bekommen diese, als besonderen Service, bei gebuchten Führungen gratis, ebenso wie ein booklet, welches in mehreren Sprachen erhältlich ist. Bitte melden Sie ihre Führungswünsche rechtzeitig an, ad hoc wird es nur schwer möglich sein, Guides zu finden. Buchen Sie rechtzeitig und machen von der Stornofrist von 3 Tagen vor Beginn der Veranstaltung Gebrauch.

Gegen Anmeldung in verschiedenen Sprachen (d/e/frz/ita):
SPEZIAL- WIE AUCH ÜBERBLICKSFÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG: 1,5 h

AB 10 Personen

Nur auf Bestellung unter: office@perpedes-tirol.at, Tel.:+43 664 4339419

Brautschmuck der Bianca Maria Sforza, Copyright D.Swarovski KG 2018/19, Vorlage: Portrait von Ambrogio de Predis, 1493

Rekonstruktion der maximilianischen Hofburg mit Rennplatz, 2019 von R.Munzel /N. Riegel nach historischen Vorlagen

H. Schäufelin, Turnierbild, Schloss Tratzberg,
Foto: Frenzel

Sonderraum „Mummereien“

Maximilian I., „der streitbarste aber auch fröhlichste Fürst seiner Zeit…“ . Dieser Raum ist den Bräuchen und Zeremonien gewidmet.

MUMMEREIEN

Aus WIENER CODEX, KK 5073_201812

Im FREYDAL, einem weiteren Ruhmeswerk Maximilians I., handelt es sich um eine Aufzeichnung von 64 Turnier- veranstaltungen. Diese beinhalten jeweils mehrere Ritterkämpfe und eine Maskerade („Mummerei“). Da die Turniere immer spektakulärer waren, standen sie im Vordergrund, den Kostümfesten Maximilians wurde nicht dieselbe Aufmerksamkeit geschenkt.

Diese aufwändigen Maskenfeste lernte Maximilian in Burgund kennen. Er scheute dabei keine Kosten und befahl seinem Hofschneider Martin Trumer, edelste Stoffe, Pelze und Schmuck dafür zu besorgen. Zur Freude seiner illustren Gäste ersann er immer neue Kostüme, die diese zum Tanze trugen und die mittels Netzgitter oder Maske unkenntlich waren. Ob Gaukler oder Narren, Moresken, Knappen oder Bauern, Osmanen oder Burgunder – die Verkleidungsfreude war ungebrochen. Maximilian erschien auf jedem Blatt im selben Kostüm: als Fackelträger und Zeremonienmeister ist er eine Kunstfigur, die durch das Geschehen begleitet. Diese einzigartige Quelle zur maximilianischen Festkultur gibt Aufschluss über Tänze, Mode und Musikinstrumente und entstand zwischen 1510/1515. Mit Hilfe der Regesten Imperii (R.I.), zeitgenössischen Schilderungen, Reiseberichten und Notizen im Freydal selbst ist es erstmals gelungen, einzelne Blätter zu verorten und für den Innsbrucker Hof nachzuweisen.

Im Nachlassinventar Erzherzog Ferdinands II. 1596 in Ambras archivalisch belegt, kam der Freydal 1780 „leihweise“ in die Hofbibliothek nach Wien und wurde 1880 in das neu eröffnete Kunsthistorische Museum überführt.

Dr. Monika FrenzelKuratorin

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG 25.05.2019

Impressionen

BH HR R. Sahl, BM M.Schramböck, Kuratorin M. Frenzel ©diefotografen

Alt-LH van Staa, Kuratorin, EH Georg v. Habsburg-Lothringen, Ulrich Graf Goes, EH Simeon v. Habsburg-Lothringen ©diefotografen

Projektleitung HR Mag. Markus Wimmer (re) / Mag. Christian Gepp, BHÖ Wien

DAS TEAM: Architekt – Kuratorin – Artdirektor ©diefotografen

NACH PROF. RUDI WACH GESCHAFFENE BRONZESTATUE

Einzug Kaiser Maximilian I. in Innsbruck

Impressionen zum Einzug der Bronzestatue Maximilians I. von Rudi Wach nach einer Terrakottafigur von Hans Reichle um 1600. Kuratorin Dr. Monika Frenzel, Senatsrat Dr. Walter Frenzel, Dr. Rainer und Frau Zogg-Troller mit ihrem erhaltenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.